Offener zweiphasiger Ideenwettbewerb: »Masterplan Guxhagen-Breitenau«

2. Preis mit Architketin Lena Ehringhaus, Berlin

Cuxhagen, August 2018

Entwicklung eines integrativen Wohnquartiers für seelisch behinderte Menschen in der ehemaligen Klosteranlage Breitenau

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Im Rahmen des Ideenwettbewerbs wurden Ideen zur städtebaulichen und baulichen Weiterentwicklung und Inwertsetzung der ehemaligen Klosteranlage Breitenau als historisch sensiblem Ort mit einer bewegten Geschichte gesucht.

Zur Geschichte:

– Benediktinerkloster (bis 1874)
– Arbeitshaus (bis 1949)
– Konzentrationslager (1933-1945)
– Gestapolager (1940-1945)
– Mädchenerziehungsheim (1952-1973)
– Ort für psychiatrische Einrichtungen (seit 1974-heute)

Konzept:

Die denkmalgeschützte Klosteranlage mit der romanischen Kirche, den angrenzenden Klosterbauten und der sie umgebenden Umfassungsmauer liefert die architektonische Grundlage für ein ganzheitliches, städtebauliches Konzept. Ziel ist es, die Anlage in ihrer Grundstruktur zu stärken, ihre räumlichen Qualitäten hervorzuheben und diese sensibel zu ergänzen.

Blauer Garten:

Der innere Klosterhof fungiert als Ort der Kontemplation. Über diesen erreicht man den neuen Kircheneingang im nördlich an die Kirche angrenzenden, denkmalgeschützten Gebäude, welcher nicht nur als Vorraum zur Kirche dient, sondern auch als Übergang zu den Räumlichkeiten der Gemeinde. Gemeinsam mit dem Seminarhaus und dem in ihm integriertem Restaurant entsteht ein intimer und doch repräsentativer, belebter Aufenthaltsraum.

Ringartige Bebauung:

Eine durchgehende „Pergolastruktur“ zum Klostergarten gewährleistet Intimität und schafft eine lebendige Schwelle vor den Eingängen der zweigeschossigen Wohneinheiten. Die dahinter liegende Fassadenstruktur belebt die Klosteranlage und erlaubt einen diffusen Durchblick zu der denkmalgeschützten Mauer. Im Sinne des Blauen Gartens lässt sich diese von den Bewohnern mit Blauregen bepflanzen und zeichnet in ihrer kreisförmigen Ablage den Verlauf der Sonne nach.

 

Interdisziplinäre Vortragsreihe „Wasserhorizonte“ (jedes Semester seit 2013)

aus dem Studio für Topografisches Denken und Entwerfen
HafenCity Universität Hamburg, 2017

Ausstellung „Aufladung von Landschaften“
HafenCity Universität Hamburg, 2017

International Summer Studio “ The Rural In The City“

HafenCity Universität, 2016   Mehr anzeigen...Verbergen...

International SummerStudio, July 24-31, 2016

Mit den Gastprofessoren:
Iris Aravot, Technion, Haifa
Bernd Grimm, Designer und Modellbauer, Ungers-Archiv, Köln, www.berndgrimm.info
Penny Hes Yassour, Künstlerin, Israel, www.pennyhesyassour.com
Kathrin Wildner, Stadtethnologin, www.kwildner.net

Wir identifizieren Gebiete im urbanen Umfeld, die von ländlichen Merkmalen geprägt sind und fragen nach ihrem Potential zu den vier Themen:

Sharing Heritage – Das Ländliche als auratischer Raum,
Multikulturelle Allmende – Orte des Ankommens,
Entgrenzungen – Strategien des Ländlichen im Anthropozän,
Landwirtschaftsraum als Landschaftsraum.

 

Internationale Forschungskooperation mit Partnern aus Israel, Dänemark und Indien.
Gefördert durch den DAAD

Publikationen:
Sörensen, C.,& Simbürger, W. (2016). The Rural as an Autonomous Narrative Within the Hierarchy of Global Urbanization or: What Kind of Stories Can the Rural Tell Within the City? In: ISUTalks 03: Ruralism Conference Proceedings. University of Braunschweig, Nov. 2015.

Study Case „Non Place: Garbage Dump“,
Haifa, Technion Israel, 2004  Mehr anzeigen...Verbergen...

„The Rural in the City / Das Ländliche im Urbanen“ – Forschungsgemeinschaft mit Partnern aus Israel, Dänemark und Indien, 2016

 

„Der fragmentierte Garten“
Ausstellung im Rahmen der Kunstfestspiele Herrenhausen 2011
Arne-Jacobsen-Foyer im Großen Garten

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“Die gezielte Gegenüberstellung zweier Panoramen, die in entgegengesetzter Richtung entlang ein und derselben Blickachse quer zur Hauptachse aufgenommen wurden, bildet die Abweichung des Gartens von der zunächst angenommenen Orthogonalität sichtbar ab. Im Ausschnitt links und im Gesamtbild auf den folgenden Seiten wird dies ganz besonders durch die Verschiebung der Position der Skulpturen in den beiden Bildhälften deutlich. Durch die simultane Betrachtung von Blick und Gegenblick wird ein subtiles Phänomen sichtbar, das sich der Wahrnehmung sonst gänzlich entzieht.“
Hagen Stier

 

During the KunstFestSpiele Herrenhausen, an annual and internationally recognized arts festival, the world-famous baroque garden, the “Großer Garten” of Hannover, temporarily becomes a festive space for reflection and dialogue between the old and the new in music, arts, and theater.
The festival’s motto “Unleashed worlds” inspired us to initiate a study project, reimagining the monumental garden as a vivid space for play and change.
The recent reconstruction (as a modern conference center) of the former castle, spurred a rediscovery of the garden as an academic place. Today, the garden ensemble of Herrenhausen more or less resembles a campus.
But can the park and its surroundings absorb the new and old functions to become an inspiring space for academic exchange and stimulation?
Selected ideas for chosen locations in the great garden, sketches, and fragments of thoughts developed by architecture and urban planning students were documented and compiled in a catalogue consisting of three volumes. The catalogue and a special photograph by photographer Hagen Stier then became exhibition pieces, arranged and mounted on a specially designed table. The exhibition reveals that research is not only descriptive but also engaging and can thereby expand the view on this garden space and open up new ideas.

 

Beitrag: „What Kind of Stories Can the Rural Tell Within the City?“
Christiane Sörensen, Wiltrud Simbürger in:

Ruralism, Vanessa Miriam Carlow,(Eds.) Institute for Sustainable Urbanism ISU, Jovis-Verlag, Berlin, 2016

Publikationen (PDF)

Landschaftsbild der historischen Kulturlandschaft Vier- und Marschlande Inwertsetzung der historischen Kulturlandschaft der Vier- und Marschlande, Hrsg: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg 2005
Passion for Built Environment (Perspectives in Metropolitan Research 2) Annette Bögle, Christiane Sörensen (Hrsg.), Jovis Verlag, Berlin 2016

Rhodenbek entlang der Christophorus-Schule in Hamburg-Bergstedt, 1998 bis 2001 Mehr anzeigen...Verbergen...

Das Gelände befindet sich zwischen dem historischen Dorfkern Bergstedt und der nördlichen Stadtgrenze Hamburgs. Das dichtbebaute Grundstück wird westlich von der Rhodenbek begrenzt. Die Rhodenbek war zu einem städtischen Entwässerungsgraben verkommen, der das Regenwasser rasch ableitete und meistens trocken lag. Zufluß und Abfluß waren verrohrt. Es konnte kein zusätzliches Niederschlagswasser vom Schulgelände abgeführt werden.

Im Mittelpunkt der Landschaftsgestaltung standen wasserbautechnische Maßnahmen. Um einen ausgeglichenen Wasserstand im gesamten Gewässerverlauf und auch über Trockenperioden hinweg zu gewährleisten, wurde der Abfluß des Niederschlags auf dem Grundstück im Ganzen verlangsamt. Dies wurde mit folgenden Mitteln erreicht:

  • wasserdurchlässige Beläge
  • Rückhalteflächen
  • Mulden- und Rigolenversickerung
  • Aufweitung des Bachbettes und Verlängerung durch Mäander
  • Bachbett aus Kies mit Steinschüttungen
  • Sickerdämme zwischen Rückhaltefl.chen und Bachlauf
  • Einleitung von Oberflächenwasser schon am oberen Lauf des Baches
 

Schulhof der Christophorus-Schule in Hamburg-Bergstedt

Das sensible Chaos

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Stadtentwicklung und Klimaanpassung

KLIMZUG-NORD, Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Klimafolgen, Anpassungskonzepte und Bewußtseinsbildung beispielhaft dargestellt am Einzugsgebiet der Wandse, Hamburg

Einzugsgebiet der Wandse mit vorhandenen Nebengewässern und Rückhaltebecken
Bebauungsstruktur im Einzugsgebiet

„The Seven“ – München, 2007-2012, mit Léon Wohlhage Wernik Architekten
Umnutzung und Umstrukturierung des ehemaligen Fernheizkraftwerks,
in München, Müllerstraße 7

Wettbewerb 1.Preis 2007, Fertigstellung 2012

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Auf dem Areal des ehemaligen Fernheizkraftwerks entsteht ein hochwertiges Wohnquartier mit einem Freiraum-Ensemble, das das innerstädtische Grün zwischen Gärtnerplatz und St. Jakobsplatz miteinander vernetzt. Die städtebauliche Grundidee definiert eine kompakte in sich geschlossene Figur aus Gebäuden, die sich orthogonal um den stadtbildprägenden Turm gruppieren und so auf die Morphologie des Ortes Bezug nehmen.
Die Außenräume machen mit ihrer unterschiedlichen Gestaltung in Vegetation und Materialität die Nutzungsverteilung auf dem Gelände klar ablesbar. Sie sind so belegt, dass sie auch eine attraktive fünfte Fassade für den Blick von oben bieten. Diese Räume stellen sich in dem Schmuckplatz, der Piazza, dem Gartenhof, dem Giardino Secreto und dem Wassergarten im Patio dar. Gemeinsam bilden sie ein repräsentatives Ensemble, das den Standort zu einem parkartigen Gesamtareal im Herzen der dichten Innenstadt aufwertet.

Konzept Nordhof Domstift Brandenburg,
2010

Wettbewerb: Erweiterung Planten un Blomen sowie Umgestaltung Dag-Hammerskjöld-Platz in Hamburg, 2015

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Wunsch war es aus den zur Verfügung stehenden Flächen eine großzügige städtische Figur zu entwickeln, die einer Torfunktion (Dammtor) gleich alle Richtungen und Infrastrukturen miteinander vernetzt und belebt.

Der Bestand der beliebten Gärten innerhalb der Wallanlagen und Planten un Blomen bietet eine Fülle an gärtnerischen Ereignissen. Dieser Fülle will der Entwurf mit einem offenen, frei bespielbaren Raum begegnen.

Aus den Relikten des ehemaligen Botanischen Gartens mit einem bemerkenswerten Altbaumbestand, der eine stadtbildprägende Kulisse von der Dammtorbahnhofseite aus schon heute bildet und einem jungen dichten Baumraster auf der ehemaligen Marseiller Straße entsteht eine grüne Architektur mit einer großen verfügbaren Freifläche.

Die Baumpflanzungen auf der Marseiller Straße thematisieren den Prozess des Werdens. Es entsteht eine Vielfalt an Räumen auf Grund der Baumartenmischungen und ihrer individuellen Entwicklungen, sodass es situativ bedingt offene und dichtere Bereiche geben wird. Im Gegenzuge entsteht unter den Bäumen auf dem Wall in Höhe der Gleise ein Stadtbalkon mit attraktiver Verweil- und Sichtqualität, gleich einer Loge. Der Blick auf das imposante Jugendstil-Bahnhofsgebäude und zurück auf die gefasste Baumhalle schaffen eine besondere Korrespondenz.

Der Entwurf versucht, die Collage aus den verschiedenen Zeit- und Funktionsebenen zu ordnen und mit einem übergeordneten Thema der baumbestandenen Platzflächen zu verknüpfen.

 

Entwicklungskonzept Bahnhofsvorstadt Bremen 2016 mit COBE Berlin, Raumscript, Hoffmann-Leichter Ingeniergesellschaft, Transsolar

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Die Bahnhofsvorstadt liegt im Spannungsfeld großer, überregional bekannter historischer Parkanlagen. In Nähe der nördlichen Seite des Hauptbahnhofes befindet sich der Bürgerpark mit angrenzendem Stadtwald, an den das Universitätsgelände anschließt und in entgegengesetzter Richtung zur Innenstadt hin erfährt das Gebiet mit der Figur der Wallanlagen und dem Stadtgraben seine deutliche Zäsur.

Die städtebauliche Charakteristik des der Moderne verpflichteten Wiederaufbaus zeigt sich auch noch in einigen Platzanlagen und vor allem im Zusammenhang mit der Hochstrasse und dem Rembertikreisel, als typisches Stadtlandschaftsensemble.

So widmet sich das Leitbild insbesondere der Ausbildung von Konnektoren. Im Fokus einer Grünstrategie liegen dabei insbesondere die Straßenräume, die aufgrund ihres überdimensionierten Querschnitts Interventionen zulassen. Herausforderung wird es sein, die Urbanität des Stadtteils auch für eine junge Stadtgesellschaft zu stärken und gleichzeitig die Lesbarkeit und Andersartigkeit der Freiräume und ihrer Nutzungen strukturell zu ermöglichen.

Im Zuge der Verdichtung gilt es, ein kontinuierliches, engmaschiges Netz aus sorgfältig gestalteten „grünen“ Plätzen, Nachbarschaftstreffs, Gärten, Passagen und Wegen zu verbinden, um die Aufenthaltsqualität im Gebiet zu verbessern, als auch Auswirkungen des Klimawandels zu mindern.

Als eine Option besteht die Möglichkeit den Rembertikreisel durch eine veränderte Verkehrsführung zu einem Quartierspark zu verwandeln, der den Bewohnern vielfältige Möglichkeiten der aktiven Inbesitznahme ermöglicht.